Geschäftsstelle Nachbarschaftshilfe
und soziale Dienstleistungen

im Programm

Zuhause im Alter

Angebote der Beratung, Betreuung und Versorgung

Für ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, abgelegen wohnen oder Begegnungsangebote nicht in Anspruch nehmen, sind zugehende und niedrigschwellige Angebote zur Beratung, Betreuung und Versorgung hilfreich.

 


Aktivierender Hausbesuch

Ehrenamtliche besuchen allein lebende ältere Menschen zu Hause, die keine  nahestehenden Angehörigen oder Freundinnen und Freunde haben. Mit ihrer Gesellschaft bringen die Engagierten etwas Abwechslung in den Alltag der Besuchten und ermöglichen ihnen Teilhabe und soziale Kontakte.
Das Besondere an den aktivierenden Hausbesuchen in Schwäbisch Gmünd ist, dass die Ehrenamtlichen für und mit den Älteren musizieren. Auch bringt das Streicheln und der Kontakt mit einem Hund für viele Besuchte Lebensfreude mit sich. Dazu kooperiert das Seniorennetzwerk unter Federführung der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd mit dem Malteser Hilfsdienst, der speziell für diese Aufgabe ausgebildete Besuchshunde und Hundeführerinnen und -führer bereitstellt.


Foto: grolldesign

„Brücke aus der Klinik in den Alltag“

Die Wohnung heizen, den Kühlschrank füllen, Medikamente besorgen oder den Koffer packen für die Reha – das sind die Aufgaben der Ehrenamtlichen, die im Seniorennetzwerk Schwäbisch Gmünd allein lebenden Menschen zur Seite stehen, die nach einem Krankenhausaufenthalt vorübergehend Unterstützung brauchen.
Die Zuwendung hilft bei der Genesung, verhindert einen „Drehtüreffekt“ in der Klinik und beugt voreiligen Heimeinweisungen vor. Sie ist zeitlich begrenzt und beinhaltet keine pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Aufgaben. Die „Brücke aus der Klinik in den Alltag“ wird in Kooperation mit dem Stauferklinikum durchgeführt.


Clearingstelle

Wer in Saarbrücken-Brebach Fragen zu Pflege, Alltagshilfen oder Wohnraumanpassung hat, sucht nun gleich das neue Beratungsangebot im BürgerInnenZentrum Brebach auf. In den Beratungsgesprächen der Clearingstelle geht es darum, Möglichkeiten zu finden, Ängste abzubauen und rechtzeitig die richtigen Hilfen zu besprechen und zugänglich zu machen. Wenn nicht direkt geholfen werden kann, wird dank der guten Vernetzung mit anderen Diensten und Einrichtungen im Stadtteil direkt an die richtige Ansprechperson vermittelt. Der barrierefreie Standort der Clearingstelle im Parterre des BürgerInnenZentrums Brebach, das mit seinen vielfältigen Angeboten der Begegnung und Information im Quartier eingeführt und bekannt ist, hat zu einer guten Annahme des Angebots geführt.


Demenzcafé

Stundenweise Entlastung für Angehörige, aber auch Spaß und Aktivität für Menschen mit einer dementiellen Erkrankung im Anfangsstadium bietet ein Demenzcafé, wie es beispielsweise von der Leitstelle „Älter werden in Ahlen“ und dem Paritätischen
Oldenburg-Ammerland
mit dem „Café Herzreich“ angeboten wird. In kleinen Gruppen
treffen sich die Erkrankten für einige Stunden zum Singen, Malen, Kaffeetrinken und zu Karten- oder Gesellschaftsspielen. Ehren- oder Hauptamtliche begleiten die Treffen und bieten auch Gedächtnistraining, Biografiearbeit oder kleine Entspannungs- oder Bewegungsübungen an.


Einkaufsdienst „Gmünder Radler“

Der „Gmünder Radler“ bringt Einkäufe montags bis freitags direkt ins Haus. Bestellt werden kann alles bis zu 20 Kilo per Telefon bei vier kooperierenden Lebensmittelgeschäften – nur Getränkekisten sind ausgenommen. Nach  Zusammenstellung der Bestellung transportiert der Fahrradkurier die Einkäufe für 4 Euro in der Innenstadt und für 6 Euro in den Randbezirken. Das Geld für den Einkauf wird bis zu 50 Euro ausgelegt und dann bei Lieferung bezahlt. Der umweltfreundliche  Einkaufsdienst funktioniert schnell und zuverlässig – auch wenn es mal regnet. Er ist einer von 12 Bausteinen im Seniorennetzwerk Schwäbisch Gmünd.


Einkaufsfahrten, Fahrdienste, mobile haushaltsnahe und -ferne Dienstleistungen

  • mehrere Projekte

Einige Projekte konnten durch die Projektförderung ein Fahrzeug erwerben. Damit können ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen regelmäßige Einkaufsfahrten zum Supermarkt oder in die Innenstadt oder Fahrdienste zu Arztpraxen und Veranstaltungen in Anspruch nehmen und sich bei kleineren Transporten helfen lassen. Die Fahrzeuge mussten teilweise für Seniorinnen und Senioren angepasst werden und halten Einstiegshilfen wie Stufen oder Rampen bereit. Die haupt- wie ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer brauchen eine Personenbeförderungserlaubnis und wurden für ihre Aufgabe geschult, z. B. in Sturzprävention und Erste Hilfe.

In Brandenburg / Eisenhüttenstadt holt ein Minibus Seniorinnen und Senioren zweimal in der Woche zu Hause ab, fährt sie zum Einkaufszentrum und bringt sie mit ihren Einkäufen wieder nach Hause. Während der Fahrt oder beim Einkaufen ist immer Zeit für einen Plausch. Zur Finanzierung der Betriebskosten ist das rein ehrenamtlich
organisierte SeniorenEinkaufsMobil (SEM) des Vereins „Engel“ auf Spenden der Nutzerinnen und Nutzer sowie von Kooperationspartnerinnen und -partnern angewiesen.

In Hessen / Spangenberg bringt das Katharinenmobil des Katharinenvereins ältere Menschen nicht nur zum entfernten Supermarkt. Es fährt nach einem rechtzeitig veröffentlichten Fahrplan regelmäßig die Dörfer rund um Spangenberg an und lädt dort zum Vormittagskino, zum Basteln oder Tanzen in den Gemeindesaal ein.

In Hamburg / Hamburg-Bramfeld bringt das Samariter-Mobil des Arbeiter-Samariter-
Bundes Hamburg-Nordost kleine Reparaturdienste oder die Friseurin zu  mobilitätseingeschränkten Menschen mit niedrigem Einkommen nach Hause.

In Hessen / Taunusstein wird das Nachbarschaftsmobil der Nachbarschaftshilfe Taunusstein für Fahrten zur Arztpraxis oder Besuche im Krankenhaus genutzt. In dem großen Kofferraum können auch Rollstühle oder kleinere Möbel transportiert werden.


Helferkreis – Ein Betreuungsangebot für Menschen mit Demenz

Der Helferkreis war Bestandteil der Nachbarschaftshilfe Arnstadt. Die Qualifizierung der ehrenamtlichen Helferinnen wurde aus Projektmitteln finanziert. Gegen Aufwandsentschädigung betreuten sie Menschen mit Demenz stundenweise zu Hause. Zur Abrechnung der Leistungen nach § 45a-d SGB XI mit der Pflegekasse hat sich der Verein „Gemeinsam statt einsam. Generationswohnen in Arnstadt-Ost“ als Träger für niedrigschwellige Betreuungsangebote anerkennen lassen.

Der Helferkreis bot Gespräche und Erinnerungsarbeit zu Hause, Begleitung bei Spaziergängen und zur Arztpraxis, Musik hören usw. Auch die neue Trägerin der Nachbarschaftshilfe Arnstadt bietet diese Leistungen an und ergänzt sie noch
durch haushaltsnahe Dienstleistungen.


Mobiler Beratungs- und Diagnosestützpunkt für Menschen mit Demenz

In Vorpommern-Greifswald bei Torgelow ist gar ein Spezialfahrzeug im Einsatz: In dem gering besiedelten Gebiet fährt ein Bus mit einem Beratungs- und Diagnoseangebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen durch den
Landkreis. Das „GeroMobil“ der Volkssolidarität Ucker-Randow macht Halt auf zentralen Plätzen in den Dörfern. Eine Fachkraft, die von Ehrenamtlichen unterstützt wird, bietet unverbindliche Beratung auch zu Hause an, kann dementielle Erkrankungen bereits im Frühstadium richtig einordnen und geeignete Hilfen vermitteln. Ergänzt wird das Angebot durch eine Datenbank mit medizinischen Informationen sowie Adressen ambulanter Hilfen. Der „Fahrplan“ wird in der lokalen Presse veröffentlicht.


Foto: Nicole Knödler

„Morgenohr“

Ein offenes Ohr und Zeit zum Plaudern und Zuhören – das haben die Ehrenamtlichen des Seniorennetzwerks Schwäbisch Gmünd, die sich im Baustein „Morgenohr“ engagieren und die regelmäßig mit einem älteren Menschen telefonieren. Und sie merken, wenn jemand mal nicht ans Telefon geht, weil etwas nicht stimmt. In diesem Fall wird eine vorher benannte Ansprechperson aus der Familie, Nachbarschaft oder einer Arztpraxis
informiert, die dann nach dem Rechten schaut.


Telefonring

Viele allein lebende Menschen fühlen sich weniger einsam, wenn sich zumindest einmal am Tag jemand bei ihnen meldet. Darum schließen sich auf lokaler Ebene immer mehr Menschen zu Telefonringen zusammen. Das Prinzip des in der Stadt Germersheim eingerichteten Telefonrings ist einfach: Zu einer bestimmten Zeit am
Vormittag und in festgelegter Reihenfolge rufen fünf Beteiligte einander an.

Jedes Telefonat dauert nicht länger als zehn Minuten. Neben der Frage „Alles in Ordnung?“ ist immer auch Zeit für ein kleines Gespräch. Wenn alle erreichbar waren und der Ring sich innerhalb einer Stunde geschlossen hat, heißt es für diesen Tag: „Alles in Ordnung!“. Falls jemand nicht erreichbar ist oder nicht anruft, werden vorher vereinbarte Handlungsschritte unternommen. In Germersheim wurde der Telefonring
von den Seniorenbeauftragten der Stadt initiiert.